CDU-Abgeordnete loben ehrenamtliches Engagement in den Rettungsorganisationen

Sommertour

Im Rahmen ihrer Sommertour traf sich die Bundestagsabgeordnete Dr. Maria-Lena Weiss (CDU) in Rottweil mit Vertretern von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Bergwacht. Europaabgeordneter Andreas Schwab (CDU) stieß zu dem Informationsgespräch dazu.

Feuerwehr Rottweil

Stadtbrandmeister Frank Müller skizzierte die Rottweiler Feuerwehr mit ihren rund 450 Mitgliedern. Von jährlich 600 Einsätzen (2024) entfielen kein ganzes Drittel auf Brandereignisse. Nicht hoch genug einzuschätzen sei die Aufgeschlossenheit der Betriebe, die ihre Mitarbeitenden für den freiwilligen Dienst freistellen. Deshalb würden jährlich zwei für die Auszeichnung als ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber im Bevölkerungsschutz beim Innenministerium vorgeschlagen. Dass die Jugendarbeit bereits im Alter von sechs Jahren beginne, bringt der Rottweiler Feuerwehr ein ausdrückliches Lob von Maria-Lena Weiss ein. Denn schon in diesem Alter würden die Weichen für Aktivitäten im Jugendalter und darüber hinaus gestellt.

THW Ortsverein Rottweil

Fabian Erichsen, Ortsbeauftragter des THW, stellte seine Organisation vor. Rund 50 ehrenamtliche Mitglieder seien in verschiedenen Fachgruppen aktiv. Bei einem Schadensereignis werde ab einer bestimmten Gefahrenstufe von der Feuerwehr automatisch ein Fachberater des THW beigezogen, um Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen. Dies habe auf kommunaler Ebene entschieden werden können und sei dadurch erleichtert worden, dass das THW solche Einsätze nicht mehr wie früher den Gemeinden in Rechnung stellen müsse. Die Ortsgruppe sei mit der im letzten Jahr eingeweihten neuen Unterkunft im Inkom und relativ neuen Fahrzeugen ausgestattet.

Bergwacht Rottweil

Ralf Banholzer berichtete, dass die Aufgabe der Bergwacht die Rettung aus unwegsamem Gelände sei. Außerdem werde in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Höhenrettung übernommen. Unter den 27 Mitgliedern habe man 18 voll geprüfte Einsatzkräfte und 3 Anwärter. Gegenwärtig werde eine Drohnenstaffel aufgebaut, um die Einsätze effizienter und schneller zu gestalten. Einerseits könne man damit Personen leichter auffinden und andererseits den Einsatzkräften Hinweise zur Geländebeschaffenheit geben.

Er wies darauf hin, dass die Aktiven der Bergwacht im Unterschied zu anderen Hilfsorganisationen keinen Kostenersatz und keine Verdienstausfall-Entschädigung erhielten. Sogar die Kleidung werde in der Regel aus eigenen Mitteln bezahlt. Für die Bundestagsabgeordnete war das eine neue Information, die einen politischen Handlungsbedarf anzeige.

Stadtverwaltung Rottweil

Bernd Pfaff, für diesen Themenkreis zuständiger Fachbereichsleiter in der Rottweiler Stadtverwaltung, betonte die gute Kooperation der Hilfsorganisationen, die vor allem darin begründet sei, dass man sich auf der örtlichen Ebene kenne und ein gutes Einvernehmen habe.

Von dieser Tatsache und auch vom großen ehrenamtlichen Engagement zeigte sich Maria-Lena Weiss ebenso wie Andreas Schwab sehr beeindruckt. Abschließend stellte die Bundestagsabgeordnete für das nächste Jahr eine Einladung zu einem Besuch des Deutschen Bundestags in Berlin in Aussicht.

Link-Service:

Rettungsorganisationen:

Ehrenamtsfreundlicher Arbeitgeber (2023) (2024):

Personen:

Sie trafen sich mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Maria-Lena Weiss (fünfte von rechts) im Rottweiler Feuerwehrhaus: (von rechts) CDU-Stadtverbandsvorsitzende Miriam Kammerer, Bernd Pfaff (Stadtverwaltung), Fabian Erichsen (THW), Frank Müller (Feuerwehr), Stephan Vilgis (CDU) Ralf Banholzer (Bergwacht), Stadtrat Hans-Peter Alf (CDU) sowie Carmen Jäger und Alexander Brede vom CDU-Vorstand.

Foto: Martin Baumgartner